Dienstag, 27. März 2018

Elternbildungsabend „Umgang mit Geld“

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Zu Beginn des Elternbildungsabend am 13. März begrüssten die Elternratsdelegierten die Anwesenden und stellten kurz den Elternrat vor bevor sie zum Thema des Abends überleiteten. Frau Marie-Claire Meienberg von der Schuldenpräventionsstelle der Stadt Zürich leitet den Anlass. Nach einigen Einstiegsfragen an die versammelten Eltern («Reden Sie mit Ihren Kindern über Geld?», «Bekommt Ihr Kind Sackgeld?», etc.) stieg Frau Meienberg in ihr Referat zum Thema «Wie unterstütze ich mein Kind im Umgang mit Geld» ein. Bei mehr als 100'000 Betreibungen in der Stadt Zürich allein im letzten Jahr, stellt sich die Frage, wie man bei den eigenen Kindern mögliche zukünftige Schulden präventiv verhindern kann.

Danach ging sie auf einige einfache Themen ein, derer sich Eltern im Umgang mit Geld bewusst sein sollten:
    $    Kinder kopieren ihre Eltern – auch bei Konsum und Umgang mit Geld
    $    Wie kaufen wir ein? Im Supermarkt, mit Einkaufsliste, nach Lust und Laune?
    $    Wie viel / oft kaufen wir online ein?

Diese Gewohnheiten sind nicht nur unsere eigenen Gewohnheiten, sie beeinflussen auch das Verhalten unserer Kinder im Umgang mit GeldGrundsätzlich muss Konsum erlernt werden. Eltern können dabei helfen, indem sie ihren Kindern die Mechanismen der Werbung erläutern und Wertediskussionen mit ihnen führen. Ebenfalls wichtig ist, dass ein Kind das Warten lernt.

Danach ging Frau Meienberg auf das Thema Taschengeld ein und erläutert einige Grundlegende Regeln zum Taschengeld:
    $    Taschengeld regelmässig und ohne Nachfrage durch das Kind abgeben
    $    Taschengeld nicht an eine Bedingung knüpfen
    $    Richtwert: bis zur 4. Klasse Taschengeld wöchentlich, danach monatlich

Die Hauptmotivation Taschengeld abzugeben, ist es die Selbständigkeit des Kindes im Umgang mit Geld zu fördern. Bei Kindern ab 12 kann das Taschengeld durch den Jugendlohn ersetzt werden (www.jugendlohn.ch), der nochmals eine Stufe mehr Verantwortung an das Kind überträgt und ein weiterer Schritt Richtung Selbständigkeit. Urs Abt, der Initiant des Jugendlohn-Konzepts war am Anlass ebenfalls anwesend und hat weitere interessante Einblicke in die Idee und die Motivation dahinter gegeben.

Im zweiten Teil des Abends haben die Eltern dann in Gruppen untereinander eigene Erfahrungen zu verschiedenen Themen (u.a. «Taschengeld – wofür/wieviel?», «Handy – Abo/ab wann/wie?», «Geld für Leistungen?», «Kindergeburtstage – angemessene Geschenke?», «Alle haben es!») ausgetauscht und Tipps für die anderen gesammelt. Hier einige davon:
    $    Die Eltern sollten gemeinsame Regeln haben, die sie den Kindern vermitteln
    $    Nicht jeder Wunsch muss sofort erfüllt werden – Geduld und warten lernen
    $    Wünsche trotzdem aufnehmen und für später einplanen

Zum Abschluss des Abends hat Frau Meienberg die wichtigsten Punkte des Abends nochmals zusammengefasst und die Anwesenden dann verabschiedet.

Wer gerne noch mehr zu diesem Thema erfahren würde: Die Präsentation von Frau Meienberg ist hier verfügbar: Link
Ausserdem gibt es von der Schuldenpräventionsstelle eine Publikation („Die Geld-Presse“) welche viermal jährlich immer zu einem anderen Schwerpunkt erscheint: www.stadt-zuerich.ch/geldpresse

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(Vielen Dank an Kirsten, Dani und Olivier für ihre Beiträge zu dieser Zusammenfassung!)